Aktuelles & Analysen

Aktuelles & Analysen

Entschlüsseln, was sich für Ihre Exporte ändert — und es umsetzbar machen.

EAR · Extraterritorialität

Die Bosch-Entscheidung: wenn EAR99 nicht mehr schützt

Eine jüngste Entscheidung des US Bureau of Industry and Security (BIS) gegen einen großen europäischen Industriekonzern erinnert an eine unterschätzte Realität: Ein als EAR99 eingestuftes Gut — vermeintlich wenig sensibel — ist nicht zwangsläufig frei exportierbar.

Im Kern die Foreign-Produced Direct Product Rule: außerhalb der USA hergestellte, aber auf US-Technologie beruhende Komponenten und Software galten als EAR-unterworfen und durften ohne Genehmigung nicht an eine Entity-List-Partei geliefert werden.

Drei Lehren: Die EAR99-Einstufung entbindet nicht von der Prüfung von Bestimmung und Endnutzer; die extraterritoriale Reichweite erfasst in Europa gefertigte Produkte; ein Compliance-Programm mit Contamination-Analyse und Screening ist der beste Schutz.

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Sanktionen · China

Seltene Erden und Permanentmagnete: eine Abhängigkeit, die zu erfassen ist

Die Verschärfung der chinesischen Ausfuhrkontrollen für Seltene Erden setzt viele Branchen — Automobil, Verteidigung, Luftfahrt, Elektronik — unter Druck. Permanentmagnete, allgegenwärtig in Motoren, Sensoren und Aktoren, hängen direkt davon ab.

Das Risiko ist nicht nur kommerziell: Die Produktionskontinuität selbst kann durch ein ausländisches Genehmigungsregime beeinträchtigt werden, mit schwer absehbaren Verzögerungen.

Die Antwort ist eine genaue Expositionskartierung: kritische Komponenten, Lieferanten und mögliche Substitutionen identifizieren und die Versorgung vertraglich absichern.

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Immaterielle Transfers

SaaS, Cloud, KI: der immaterielle Transfer, das vergessene Risiko

Exportkontrolle wird spontan mit physischen Gütern assoziiert. Doch eines der häufigsten Risiken ist immateriell: einem Ingenieur im Ausland Zugriff auf kontrollierte Technologie geben, sensible Dateien in eine Cloud laden oder Software vorführen kann eine Ausfuhr sein.

Mit der Verbreitung von SaaS, Homeoffice und KI-Plattformen nehmen diese Transfers zu — oft unbemerkt und manchmal innerhalb desselben Konzerns.

Die Abhilfe ist methodisch: kontrollierte Technologien erfassen, Fernzugriffe und Cloud-Flüsse inventarisieren und diese Transfers mit geeigneten Verfahren und Klauseln regeln.

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